Neue SRAM Maven B1 im Test Für ein seidig-weiches Hebelgefühl

Neue SRAM Maven B1 im Test: „Maximale Power“ hieß der Ansatz bei der Entwicklung der vor zwei Jahren vorgestellten SRAM Maven. Nun kommt das erste große Update auf den Markt und fokussiert sich auf die Ergonomie: Ein deutlich leichter zu ziehender Hebel, mehr mechanische und weniger hydraulische Übersetzung und kein Druckpunktschwanken mehr sollen auch die letzten Skeptiker überzeugen.
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SRAM Maven B1 – Infos und Preise

Optisch ist die neue SRAM Maven B1-Bremse kaum vom Vorgänger A1 (SRAM Maven A1-Test) zu unterscheiden – und tatsächlich verbergen sich die kleinen, aber feinen Änderungen auch unter der Hülle. Ein goldener SwingLink im Hebel (statt rot) verrät das neue Modell und sorgt für einen leichtgängigen Hebel. Zudem verbergen sich nun vier 18 mm Kolben im Sattel – vorher war eine Paarung 19,5 mm groß. Interessant ist das Tuning-Kit für den Hebel: ab 60 € pro Bremse kann man seiner alten Maven A1 Silber oder Ultimate die neue Hebelergonomie bescheren.

  • Bremsflüssigkeit Mineralöl
  • Hebel Carbon (Ultimate), Alu (Rest)
  • Sattel 4 x 18 mm Kolben
  • Einstellungen Hebelweite, Druckpunkt (werkzeuglos)
  • Bremsbeläge organisch, metallisch
  • Farbe Silber (Ultimate), Schwarz (Rest)
  • www.sram.com
  • Preise (UVP) 325 € (Ultimate) / 290 € (Silver) | Bikemarkt: SRAM Maven B1 kaufen
Die neue SRAM Maven B1 sieht äußerlich identisch aus, bietet jedoch eine angepasste Ergonomie
# Die neue SRAM Maven B1 sieht äußerlich identisch aus, bietet jedoch eine angepasste Ergonomie – eine bessere Dosierbarkeit und ein sanfterer Leerweg sollen die Folge sein.
Der Sattel birgt nun vier 18 mm Kolben
# Der Sattel birgt nun vier 18 mm Kolben – neben der getesteten Ultimate wurden auch das Silver und Bronze-Modell aktualisiert.
Diashow: Neue SRAM Maven B1 im Test: Für ein seidig weiches Hebelgefühl
Auf dauerhaft sehr steilen Strecken wird die Bremse ziemlich heiß und baut dann in der Power spürbar ab.
Hebelweite und Druckpunkt lassen sich weiterhin werkzeuglos verstellen.
Die Grafik verdeutlicht die Unterschiede zwischen der neuen und alten Bremse.
Die neue Maven lässt sich sanfter ziehen und baut die Power etwas weniger knackig auf, was der Dosierbarkeit zugutekommt.
Die Änderung verbirgt sich im Inneren
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In der Hand

Einst standen SRAM-Bremsen für eine super Hebel-Ergonomie und sinnvolle Features, aber eine etwas schwachbrüstige Power. Das hat sich spätestens mit der Vorstellung der DH-Bremse Maven vor zwei Jahren geändert. Diese darf man zurecht als wahren Anker bezeichnen – mit genug Bremsgrip kann damit wohl auch ein Rhinozeros in Schladming zum Stehen gebracht werden.

Allerdings war die erste Maven-Generation nicht ohne Fehl und Tadel: Der Hebel benötigt initial recht viel Kraft, um in Bewegung gesetzt zu werden, und das sehr hohe hydraulische Übersetzungsverhältnis sorgt dafür, dass man die Bremse für eine konstante Performance ziemlich perfekt entlüften muss. Doch selbst dann litten viele unserer Testbremsen unter einem leicht schwankenden Druckpunkt bei wiederholten Bremsmanövern.

Die Änderung verbirgt sich im Inneren
# Die Änderung verbirgt sich im Inneren – es gibt ein Upgrade-Kit (hier in der Silver-Version) mit neuen Hebeln und SwingLinks.

Dem will SRAM mit dem B1-Upgrade nun begegnet sein. Größtes Update ist der neue Hebel und SwingLink. Letzteren kann man von außen erkennen, in der neuen Version ist er golden, vorher war er rot eloxiert. Im Prinzip sorgt er für eine deutlich linearere Übersetzungskurve, was deutlich weniger Losbrechmoment bedeutet. Hierbei hat man sich von der günstigsten Maven Base inspirieren lassen, die laut SRAM im Markt ziemlich gut ankam. Die linearere Kurve soll zudem für mehr Konstanz und Kontrolle beim Bremsen sorgen. Gegen Ende steigt sie dann stark an, für maximale Power in Notsituationen.

Die Grafik verdeutlicht die Unterschiede zwischen der neuen und alten Bremse.
# Die Grafik verdeutlicht die Unterschiede zwischen der neuen und alten Bremse.
Die Schnittmodelle machen die feinen Unterschiede deutlich.
# Die Schnittmodelle machen die feinen Unterschiede deutlich. – Die alte Bremse erkennt man am roten SwingLink.

Da die mechanische Übersetzung nun etwas höher ausfällt, konnte die hydraulische etwas gesenkt werden: Alle 4 Kolben messen nun 18 mm, vorher hatten zwei Kolben 19,5 mm. Das soll gegen die Druckpunkt-Thematik helfen und zu noch mehr Konstanz beitragen. Außerdem gibt’s bei der Ultimate-Bremse einen Carbon-Hebel, ab Silver bleibt’s bei Alu, wobei die Hebel optisch etwas aufgehübscht wurden.

Der goldene SwingLink im Hebel verrät, dass es sich um das neue B1-Modell handelt.
# Der goldene SwingLink im Hebel verrät, dass es sich um das neue B1-Modell handelt.
Die SRAM Maven Ultimate-Bremse bietet nun Carbon-Hebel.
# Die SRAM Maven Ultimate-Bremse bietet nun Carbon-Hebel.
Hebelweite und Druckpunkt lassen sich weiterhin werkzeuglos verstellen.
# Hebelweite und Druckpunkt lassen sich weiterhin werkzeuglos verstellen.

Besonders spannend sind die Tuning-Kits. Sie bestehen aus Hebel und SwingLink und sind für Ultimate (76 €), Silver (60 €) und Bronze (32 €) erhältlich. Damit kann man kostengünstig die neue Ergonomie genießen – auch wenn das hydraulische Übersetzungsverhältnis natürlich identisch bleibt. Dank höherer mechanischer Übersetzung bekommt man so sogar eine noch stärkere Bremse – allerdings auch etwas mehr Leerweg. Das alte A1-Modell ist übrigens nicht komplett abgeschrieben: Sollte Nachfrage bestehen, kann SRAM sich vorstellen, in Zukunft A1-Tuning-Kits für alle Fans der alten Ergonomie anzubieten.

SRAM Maven B1: Die Eckdaten im Vergleich

Marke ModellUVPGewichtKolbendurchmesserBremsbelag Kosten
TRPDH-R Evo199,95 €306 g (760 mm Leitung)4 x 16 mm26,90 € (metallisch), 25,90 € (semi-metallisch), 19,90 € (resin)Testbericht lesen
FormulaCura 4183,00 €249 g (900 mm Leitung)4 x 18 mm 27,99 € (organisch), 36,99 € (metallisch)Testbericht lesen
HayesDominion235,00 €312 g (1.000 mm Leitung)4 x 17 mm 29,90 € (alle)Testbericht lesen
MaguraMT7219,90 €265 g (1.000 mm Leitung)4 x 17 mm 15,50 € (Comfort einteilig), 19,90 € (Performance einteilig), 22,90 € (Performance zweiteilig), 29,90 € (Race zweiteilig)Testbericht lesen
SRAM G2 Ultimate295,00 €242 g (850 mm Leitung)2 x 14 mm, 2 x 16 mm24,00 € (metallisch)Testbericht lesen
SRAM Code RSC270,00 €297 g (1.000 mm Leitung)2 x 15 mm, 2 x 16 mm26,00 € (metallisch), Testbericht lesen
ShimanoXTR199,00 €266 g (1.000 mm Leitung)2 x 15 mm, 2 x 17 mmca. 17,00 € (organisch), ca. 25,00 € (metallisch) ersten Test lesen
Shimano Saint279,90 €335 g (1.700 mm Leitung)2 x 15 mm, 2 x 17 mmca. 20,00 € (organisch), ca. 26,00 € (metallisch) Testbericht lesen
TrickstuffDiretissima450,00 €234 g (750 mm Leitung)2 x 14 mm, 2 x 17 mm24,90 €Testbericht lesen
TRPQuadiem219,00 €317 g (1.000 mm Leitung)4 x 16 mm 24,90 € (semi-metallisch)Testbericht lesen
TrickstuffMaxima550 €301 g (VR-Bremse)2 x 16 mm, 2 x 17 mm19,90 €Testbericht lesen
ShimanoXT155,00 €301 g (1.000 mm Leitung)2x 15 mm, 2x 17 mmca. 17,00 € (organisch), ca. 25,00 € (metallisch) Testbericht lesen
MaguraGustav Proca. 300 €345 g (Herstellerangabe)4x 19 mmkeine AngabenTestbericht lesen
SRAMDB8148 €313 g (810 mm Leitung)2 x 15 mm, 2 x 16 mm31 € (organisch)Testbericht lesen
SRAMMotive Ultimate300 €264 g (Herstellerangabe)2 x 15 mm, 2 x 16 mm31 € (organisch)Testbericht lesen

Die SRAM Maven Silver ist verwirrenderweise weiterhin extrem schwarz
# Die SRAM Maven Silver ist verwirrenderweise weiterhin extrem schwarz – sie bekommt einen schick ausgefrästen Alu-Hebel.
Alle technischen Änderungen sind absolut identisch zur getesteten Ultimate.
# Alle technischen Änderungen sind absolut identisch zur getesteten Ultimate.
Die SRAM Maven Bronze verzichtet auf ein Kugellager und die Druckpunktverstellung.
# Die SRAM Maven Bronze verzichtet auf ein Kugellager und die Druckpunktverstellung. – Auch sie bekommt jedoch den neuen SwingLink und ein Tuning-Kit.
Der Sattel wirkt mit silbernen Schrauben etwas günstiger.
# Der Sattel wirkt mit silbernen Schrauben etwas günstiger.

Auf dem Trail

SRAM hat mir kurz vor Weihnachten ein Set Maven Ultimate B1 geschickt, das ich an einem Trek Fuel LX verbaut habe. Anfang Februar war ich zudem für zwei Wochen in Queenstown, Neuseeland und bin die Bremsen dort am Trek sowie einem Canyon Sender-Downhill-Bike gefahren, das mit dem neuen RockShox Downhill-Fahrwerk (RockShox Boxxer Ultimate & Vivid Coil Ultimate im Test) sowie der neuen DH-Schaltung SRAM XX DH Transmission-Schaltung Test ausgestattet war.

An der Montage hat sich nichts geändert, allerdings ist mir aufgefallen, dass die Entlüftung deutlich einfacher vonstattenging. Musste man beim alten Modell die Kolben mehrfach ein- und ausfahren, um gefangene Luftbläschen in Bewegung zu versetzen, habe ich diesmal einfach die Leitungen passend gekürzt und lediglich den Hebel entlüftet. Der Druckpunkt war direkt äußerst knackig, von Luft im System zunächst keine Spur. An den technischen Änderungen dürfte das nicht liegen, vielmehr war wohl von Anfang an einfach keine Luft im Sattel. Insgesamt hat SRAM den Entlüftungsprozess ziemlich optimiert: Das Pro-Kit ist hochwertig, der Schnellverschluss am Sattel erspart einem die Sauerei und alle Anschlüsse schließen dicht ab.

Kurz vor Weihnachten konnte ich die neue SRAM Maven B1 an einem Trek Fuel LX montieren
# Kurz vor Weihnachten konnte ich die neue SRAM Maven B1 an einem Trek Fuel LX montieren – die Montage ging absolut problemlos vonstatten. Die Unterschiede in der Hebelergonomie sind sofort erspürbar.

Das geringere Losbrechmoment im Hebel ist sehr auffällig: Es liegt nicht auf dem Niveau einer Hayes Dominion A4 (Test), jedoch deutlich unter dem Vorgänger und fühlt sich über den gesamten Leerweg konstant an. Nach einigen Wochen in Benutzung benötigt es inzwischen etwas mehr Kraft im Finger, was wohl an den verdreckten Kolben im Sattel liegt, ich habe es jedoch nicht als störend empfunden. Ohnehin halte ich die Hebel meist leicht gezogen im Finger und kann hier auch auf langen Abfahrten von keinen Ermüdungserscheinungen berichten. Viel relevanter finde ich, dass das leichte Druckpunktschwanken tatsächlich der Geschichte angehört: Alle 4 von mir gefahrenen Bremsen haben stets einen absolut gleichbleibenden Druckpunkt geliefert.

Die neue Maven lässt sich sanfter ziehen und baut die Power etwas weniger knackig auf, was der Dosierbarkeit zugutekommt.
# Die neue Maven lässt sich sanfter ziehen und baut die Power etwas weniger knackig auf, was der Dosierbarkeit zugutekommt. – Als extrem positiv bewerte ich, dass der Druckpunkt an allen vier von mir gefahrenen Bremsen komplett stabil geblieben ist.

Nach einigen steilen Abfahrten ist der Druckpunkt insgesamt leicht Richtung Lenker gewandert – vermutlich stellt das System den Belagverschleiß nicht komplett nach. Zum Glück ist der Druckpunkt-Versteller am Geber wie gewohnt sehr effektiv, sodass man hier in Sekundenschnelle korrigieren kann. Die Power ist immer noch dieselbe, wird allerdings weicher und weniger digital geliefert. Für mich eine spürbare Verbesserung – geht allerdings auch mit einem leicht weicheren Druckpunkt einher. Von der höheren Maximalkraft habe ich zugegebenermaßen bei 85 kg Gewicht nichts gemerkt – die Bremse ist bei weitem stark genug, um mich mühelos zum Stoppen zu bringen.

Auf dauerhaft sehr steilen Strecken wird die Bremse ziemlich heiß und baut dann in der Power spürbar ab.
# Auf dauerhaft sehr steilen Strecken wird die Bremse ziemlich heiß und baut dann in der Power spürbar ab. – ich war davon teilweise etwas überrascht, habe mich aber schnell daran gewöhnt. Zudem startet sie zum Glück ja auf einem so hohen Niveau, dass sie es sich leisten kann.

Wie schon beim Vorgänger habe ich das Gefühl, dass die Maven mit den standardmäßig verbauten organischen Belägen bei starker Erhitzung spürbar an Power verliert. Ich empfinde sie zwar dann immer noch als stark genug, war aber teilweise überrascht, wie sehr ich am Hebel ziehen muss. Eine Hayes Dominion hat zwar deutlich weniger Power, scheint mir aber weniger hitzeanfällig zu sein.

Fazit – SRAM Maven B1

Ging es bei der Entwicklung der Maven zunächst um Power, hat sich SRAM beim B1-Update nun um die Ergonomie gekümmert. Die neue Maven bietet einen leichtgängigeren Hebel, eine verbesserte Dosierbarkeit, bei konstantem Druckpunkt und der gewohnt hohen Bremskraft. Wer keine neue Bremse kaufen möchte, kann sich zudem für ein Tuning-Kit entscheiden. Echte Schwächen gibt es keine – wer die Bremse ans Limit bringt, kann eine etwas einbrechende Power beobachten, wobei die extrem starke Maven sich dies durchaus leisten kann. Die Kombination aus Power, Dosierbarkeit und Konstanz macht die Maven aktuell zur Bremsen-Benchmark.

Artikelbild

SRAM Maven B1 – Pro / Contra

Stärken

  • sehr viel Power
  • konstanter Druckpunkt
  • verbesserte Dosierbarkeit
  • Tuning-Kit mit neuem Hebel erhältlich

Schwächen

  • Power bricht bei starker Erhitzung etwas ein

Ein mehr als gelungenes Upgrade
# Ein mehr als gelungenes Upgrade – die SRAM Maven B1 adressiert die wenige Kritik, die wir am Vorgänger-Modell hatten. Wer Power, Dosierbarkeit und Konstanz sucht, ist hier genau richtig.

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Was sagst du zur neuen Maven-Ergonomie – wirst du upgraden oder bleibst du beim alten Modell?


Testablauf

Ich konnte die neue SRAM Maven B1 bereits mehrere Monate im Winter auf meinen Hometrails sowie in Neuseeland testen. Sie war dafür an einem Trek Fuel LX-Enduro-Bike und Canyon Sender-DH-Bike montiert. Die Kosten für die Reise nach Neuseeland hat SRAM getragen.

Hier haben wir die SRAM Maven B1 getestet

  • Taunus, Deutschland: Typisches Mittelgebirge mit loamigen Naturtrails
  • Queenstown, Neuseeland: Bike-Mekka mit unterschiedlichsten Strecken-Charaktern. Teilweise extrem steil und technisch anspruchsvoll, bringt jede Bremse an ihr Limit.
Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm80 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie – sitzt meistens aber auf dem Mountainbike. Downhill- und Enduro-Bikes bewegt er gerne im Renneinsatz, dreht aber auch große Runden auf Touren- und Trail-Bikes.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Trail Bikes
Vorlieben beim Fahrwerk
ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel

30 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Und ich suche doch nur nach nem Upgradekit für die DB8 Hebel... smilie

  2. Jetzt müsste doch eigentlich auch mal Shimano mit der neuen Saint ums Eck kommen, oder? 🧐

  3. Ich fahre so eine Sram Maven Base am E-Moped und ich hatte mit noch keiner Bremse derart viele Probleme. Nach zwei Reklamationen bei SRAM habe ich schlussendlich eine komplett neue Bremse erhalten und diese funktioniert nun einigermaßen. Das Druckpunktwandern ist aber trotzdem sehr ausgeprägt, weit stärker als bei den Shimanobremsen, die dadurch bei manchen einen schlechteren Ruf haben. Bremskraft ist deutlich geringer als bei meiner Trinity, Dosierung dafür aber sehr gut. Die originalen Bremsbeläge auf HS2 Scheibe sind zudem absurd laut. Bei nassen Winterausfahrten kann man die Bremse wahrscheinlich im ganzen Wald hören. Ohne das Druckpunktwandern bzw. mit zumindest deutlich vermindertem Druckpunktwandern wäre die Maven Base ein guter Tipp. Evtl. wird es mit einem anderen Bremsmedium besser. Andere Scheiben und Beläge helfen ganz sicher auch stark.

  4. Die Maven A1 war definitiv nicht stärker als eine Dominion A4 mit Sinter Green Belägen.
    Dazu mit viel schwergängigerem Hebel, schlechterer Konstanz, schwammigerem Hebelgefühl und die Dosierbarkeit war auch nicht auf gleichem Niveau.
    Wäre ja schön, wenn man aufgeholt hätte. Nur sind das ja immer die gleichen, angeblich verbesserten Punkte, die bei jeder Vorstellung für behoben erklärt werden ( egal ob bei Sram oder Shimano). Es ist zwar ein positiver Trend zu sehen, aber so ganz gestimmt hat´s bisher nie ...
    Ohne die Dominion selbst gefahren zu sein, im Vergleich zu meiner zuvor gefahrenen MT7 und der Saint empfinde ich die Maven allerdings als deutlich kräftiger. Ich fahre hinten weder eine besonders große Scheibe noch Sinterbeläge. Leistung ist also definitiv vorhanden.
    Das schwammige Gefühl beziehungsweise ein wandernder Druckpunkt liegt nach meiner Erfahrung an einer nicht optimalen Entlüftung. SRAM hat dafür eigentlich ein sehr gutes System, allerdings ist es bei der Maven nervig wirklich das letzte Luftbläschen rauszubekommen. Die Bremse fordert das sehr penibel und brauchte bei mir x Anläufe.
    Ich bin der Meinung, dass Sram die Bremse so nicht hätte rausbringen dürfen. Gleichzeitig muss man aber sagen dass wenn sie wirklich sauber entlüftet ist, funktioniert sie auch entsprechend und wer das Gegenteil behauptet war vermutlich nicht gründlich genug.
    Mit Putoline lässt sich das meiner Erfahrung nach verbessern.
    Die Auslösekraft wirkt beim Testen arg streng. Im Fahrbetrieb ist mir das jedoch nie negativ aufgefallen. Ich bin mir daher auch nicht sicher ob sich das Kit für mich so richtig lohnt. Leichtere Fahrer mit wenig Handkraft könnten davon eher profitieren. Dann stellt sich allerdings auch die Frage, ob man eine so starke Bremse benötigt.

    Fakt ist aber: Die Maven A1 ist keine plug an play Lösung und das sieht man auch an den vielen "tipps und tricks" dazu oder den YT-Reviews
  5. Moin mal ne andere Frage das heißt die Maven Base ist schon mit neuen Innenleben ausgeliefert worden ?
    also war die von Anfang an die B1?

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