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Alle vier Jahre geht es für die besten Mountainbikerinnen und Mountainbiker unter die olympischen Ringe
Alle vier Jahre geht es für die besten Mountainbikerinnen und Mountainbiker unter die olympischen Ringe - Nach der coronabedingten Verschiebung um ein Jahr werden erst am kommenden Montag und Dienstag die Medaillen in der olympischen Cross-Country-Disziplin vergeben
Eng und verwinkelt: Der Kurs in Izu, 140 Kilometer südwestlich von Tokio hat es in sich
Eng und verwinkelt: Der Kurs in Izu, 140 Kilometer südwestlich von Tokio hat es in sich - Viele kurze, aber sehr steile Anstiege wechseln sich mit fahrtechnisch herausfordernden Abfahrten ab. Fahrerinnen, Fahrer und Fans werden definitiv auf ihre Kosten kommen
Wer olympisches Gold bei den Frauen will, muss zunächst an ihr vorbei
Wer olympisches Gold bei den Frauen will, muss zunächst an ihr vorbei - Loana Lecomte ist die dominante Fahrerin im Weltcupzirkus dieses Jahr und damit direkt bei ihren ersten olympischen Spielen klare Favoritin
Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land
Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land - Pauline Ferrand-Prévot ist die amtierende Weltmeisterin und wird alles daran setzen, Olympisches Edelmetall mit nach Hause zu nehmen. Bisher hat die Französin so ziemlich alle wichtigen Wettkämpfe in verschiedensten Radsportdisziplinen gewonnen, einzig eine Olympiamedaille fehlt noch
2016 war das Jahr der Jenny Rissveds
2016 war das Jahr der Jenny Rissveds - Erst sicherte sie sich den Weltmeistertitel in der U23-Klasse (im Bild), wenig später folgte der Triumphzug bei Olympia. Nach psychischen Problemen in der Zwischenzeit ist die Schwedin zurück in der Weltspitze und fährt in Tokio sicherlich um die Medaillen
Die Australierin Rebecca McConnell gehört auch zu den Medaillenkandidatinnen
Die Australierin Rebecca McConnell gehört auch zu den Medaillenkandidatinnen - Im Gesamtweltcup rangiert sie auf dem fünften Rang und zeigte zuletzt ansteigende Form
Zwei Größen des Sports in einem Bild vereint, die beide ebenfalls eine Medaille gewinnen könnten
Zwei Größen des Sports in einem Bild vereint, die beide ebenfalls eine Medaille gewinnen könnten - Jolanda Neff (vorne) und Kate Courtney (hinten) lieferte sich in der Vergangenheit packende Duelle in der Weltcupserie. In dieser Saison waren beide noch nicht zu sehr im Rampenlicht, werden aber sicherlich in Top-Form in Tokio am Start stehen
Die deutsche Hoffnung für die Zukunft?
Die deutsche Hoffnung für die Zukunft? - Ronja Eibl, Gesamtweltcupsiegerin der U23-Klasse 2019, möchte Erfahrungen sammeln für zukünftige olympische Spiele. Ein Top-Ten-Ergebnis wäre bereits im Bereich des Möglichen
Elisabeth Brandau fährt zu ihren ersten Olympischen Spielen
Elisabeth Brandau fährt zu ihren ersten Olympischen Spielen - 2021 läuft es jedoch noch nicht sehr rund für die Deutsche, eine Prognose für das Rennen in Tokio fällt dementsprechend schwer
Zwei "Radsport-Giganten", die den MTB-Spezialisten das Leben schwer machen
Zwei "Radsport-Giganten", die den MTB-Spezialisten das Leben schwer machen - Tom Pidcock siegte beim Weltcup in Nove Mesto in diesem Jahr und ist dementsprechend heißer Anwärter auf die Goldmedaille in Tokio
Dieses Ziel hat auch Mathieu van der Poel, der seit Jahren auf die olympischen Spiele in Tokio hinarbeitet
Dieses Ziel hat auch Mathieu van der Poel, der seit Jahren auf die olympischen Spiele in Tokio hinarbeitet - Erst kürzlich fuhr van der Poel sieben Tage im gelben Trikot der Tour der France und zeigte einmal mehr, welche Ausnahmefigur er im Radsport ist
Der Favorit unter den MTB-Spezialisten
Der Favorit unter den MTB-Spezialisten - Mathias Flückiger siegte bei den beiden vergangenen Weltcuprennen doppelt im Short Track und im Cross-Country-Rennen und ist damit in der Pole Position für das Rennen in Tokio
Auf dem Weg zum zweiten Olympia-Gold?
Auf dem Weg zum zweiten Olympia-Gold? - Nino Schurter siegte 2016 in Rio de Janeiro bei den olympischen Spielen und greift nun wieder nach Edelmetall. In dieser Saison konnte er bisher noch keinen Sieg einfahren, das möchte er nun ändern
Ondřej Cink ist aktueller Gesamtweltcupzweiter
Ondřej Cink ist aktueller Gesamtweltcupzweiter - In den letzten Rennen biss sich der Tscheche immer die Zähne an Mathias Flückiger aus, eine Medaille könnte er in Tokio sicherlich gewinnen
Mit dem Selbstvertrauen des Weltmeistertitels im Rücken zu Edelmetall?
Mit dem Selbstvertrauen des Weltmeistertitels im Rücken zu Edelmetall? - Jordan Sarrou gewann im vergangenen Jahr etwas überraschend den WM-Titel im österreichischen Leogang und ist in dieser Saison ziemlich konstant in der Weltspitze unterwegs
Die zwei deutschen Eisen im Feuer hoffen auf ein Top-Ten-Ergebnis
Die zwei deutschen Eisen im Feuer hoffen auf ein Top-Ten-Ergebnis - Max Brandl startet wie Ronja Eibl und Elisabeth Brandau bei seinen ersten olympischen Spielen und erhofft sich dementsprechend viele Erfahrungen für die Zukunft sammeln zu können
Reiht sich ein in die Riege der fünfmaligen Olympiateilnehmer
Reiht sich ein in die Riege der fünfmaligen Olympiateilnehmer - Manuel Fumic gesellt sich damit zu Sabine Spitz, José Hermida und Co.

Das Warten hat ein Ende – fast fünf Jahre nach der letzten Hatz um olympisches Edelmetall kämpfen die weltbesten Mountainbikerinnen und Mountainbiker am kommenden Montag und Dienstag zum siebten Mal in der Geschichte um Gold, Silber und Bronze bei olympischen Spielen. Wie ist die Strecke in Tokio? Wer sind die Favoritinnen und Favoriten? Und wie ist es um die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestellt? Wir beantworten alle wichtigen Fragen rund um das Großereignis in Tokio in unserer XXL-Vorschau.

Olympia Tokio 2020 – Mountainbike: Termine und Informationen

Mit einem Jahr Verspätung sind die olympischen Spiele 2020 in Tokio eröffnet worden. Nach den Olympia-Events 1996 in Atlanta, 2000 in Sydney, 2004 in Athen, 2008 in Peking, 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro werden in diesem Jahr erst zum siebten Mal überhaupt Medaillen in der Mountainbike-Cross-Country-Disziplin vergeben. Rund 140 Kilometer südwestlich von der japanischen Hauptstadt Tokio kämpfen die Sportlerinnen und Sportlerinnen um die mitunter größte Ehre in der Mountainbike-Disziplin, den olympischen Medaillen, auf einem der wohl „modernsten“ Mountainbikestrecken rund um den Planeten.

Alle vier Jahre geht es für die besten Mountainbikerinnen und Mountainbiker unter die olympischen Ringe
# Alle vier Jahre geht es für die besten Mountainbikerinnen und Mountainbiker unter die olympischen Ringe - Nach der coronabedingten Verschiebung um ein Jahr werden erst am kommenden Montag und Dienstag die Medaillen in der olympischen Cross-Country-Disziplin vergeben

Diashow: Olympia Tokio 2020: Lasset die Spiele beginnen! – Die XXL-Mountainbike-Vorschau
Reiht sich ein in die Riege der fünfmaligen Olympiateilnehmer
Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land
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Eng und verwinkelt: Der Kurs in Izu, 140 Kilometer südwestlich von Tokio hat es in sich
Alle vier Jahre geht es für die besten Mountainbikerinnen und Mountainbiker unter die olympischen Ringe
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Am kommenden Montag und Dienstag wird es ernst: Die Männer haben im Gegensatz zu den Wettkämpfen in der Weltcupserie den Vorrang und werden zunächst auf die Strecke gehen, die Damen folgen einen Tag später am Dienstag. Jeweils um 15 Uhr Ortszeit, also um 8 Uhr morgens hier in Deutschland, wird der Startschuss fallen. Rund 1:30 Stunden später werden wir dann wissen, wer sich die kommenden drei Jahre als amtierende Olympiasiegerin beziehungsweise amtierender Olympiasieger bezeichnen darf.

Beide Rennen werden auf verschiedenen Kanälen im Livestream kostenfrei übertragen, auch im linearen Fernsehen werden zumindest Ausschnitte der jeweiligen Rennen live zu verfolgen sein. Eine detaillierte Auflistung über die verschiedenen TV-Übertragungen und Livestreams findet ihr unmittelbar vor den Rennen hier bei MTB-News.de.

Zeitplan

  • Montag, 26. Juli 2021, 8:00 Uhr: Herren Cross-Country
  • Dienstag, 27. Juli 2021, 8:00 Uhr: Damen Cross-Country

Strecke

Amagi Pass, Joren, Chopsticks, Sakura Drop, Wasabi, Odoroki, Izu Peninsula und Karesanui: Was vielleicht zunächst wie japanische Delikatessen klingt, sind in der Realität die Namen der Schlüsselstellen des Kurses der Olympischen Spiele in Tokio. 4,1 Kilometer misst die olympische Mountainbikestrecke bei einem Höhenunterschied von etwa 180 Meter und bietet dabei jede Menge Mountainbike-Action: Im Gegensatz zu vielen anderen, künstlich angelegten Mountainbikestrecken der vergangenen Olympischen Spielen beinhaltet der Kurs in Izu, rund 140 Kilometer südwestlich von Tokio, alle Facetten des Mountainbikesports mit einer Mischung aus natürlichen und künstlich angelegten Passagen. Steinfelder, enge Waldabfahrten, Sprünge und Wiesenpassagen wechseln sich regelmäßig ab und lassen keine Langeweile aufkommen.

Eng und verwinkelt: Der Kurs in Izu, 140 Kilometer südwestlich von Tokio hat es in sich
# Eng und verwinkelt: Der Kurs in Izu, 140 Kilometer südwestlich von Tokio hat es in sich - Viele kurze, aber sehr steile Anstiege wechseln sich mit fahrtechnisch herausfordernden Abfahrten ab. Fahrerinnen, Fahrer und Fans werden definitiv auf ihre Kosten kommen

Wesentliche Charakteristik der Strecke in Izu sind viele kurze, aber enorm steile Anstiege, auf die direkt kurze, meist technisch anspruchsvolle Abfahrten folgen. Erholungsmöglichkeiten? Fehlanzeige! Beim olympischen Testevent im Jahr 2019 forderte die anspruchsvolle Strecke bereits zwei prominente Opfer: Die amerikanische Gesamtweltcupsiegerin aus dem Jahr 2019, Kate Courtney, und die amtierende Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot stürzten und konnten letztlich nicht am Testrennen teilnehmen.

Neben der Beschaffenheit der Strecke werden die äußeren Wettereinflüsse mit großer Wahrscheinlichkeit Einfluss auf die olympischen Cross-Country-Rennen nehmen. Hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit stellen viele Sportlerinnen und Sportler vor ungewohnte Herausforderungen, sodass diese sich meist in spezifischen Trainingslager in der Hitze unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Tokio darauf vorbereiteten. Konkret sieht es aktuell aus, als würde es zumindest bis zu den beiden Renntagen in Izu trocken bleiben, bei Temperaturen um 30 °C.

Hier geht’s zu einer virtuellen Runde auf der Olympiastrecke mit dem Spanier Sergio Mantecón.

Favoritinnen und Favoriten

Das besondere Qualifikationsverfahren bei den Olympischen Spielen (Olympia Tokio 2020: Startlisten der olympischen XC-Rennen) und die Limitierung der Startplätze auf je 38 Starterinnen und Starter in den beiden Damen- und Herren-Rennen sorgt dafür, dass sich das Favoritenfeld in gewisser Weise ausdünnt. Manch eine Topfahrerin beziehungsweise manch ein Topfahrer können aufgrund der maximal drei möglichen Startplätze einer Nation in Tokio nicht dabei sein: Bestes Beispiel dafür: Der Franzose Maxime Marotte, kürzlich zum nationalen Meister gekürt, hatte das Nachsehen gegen seine beiden Landsmänner Jordan Sarrou und Victor Koretzky. Nichtsdestotrotz sind die absoluten Weltstars der Szene in Tokio am Start, sodass trotz des eher kleinen Starterfeldes enge und spannende Wettkämpfe zu erwarten sind.

Damen

Im Feld der Damen konnte sich die Französin Loana Lecomte im bisherigen Saisonverlauf in die klare Favoritenrolle manövrieren: Mit vier gewonnenen Weltcuprennen in der Cross-Country-Disziplin bei allen vier ausgetragenen Rennen scheint die erst 21-jährige U23-Weltmeisterin aktuell nicht zu schlagen zu sein. Im Corona-gebeutelten Jahr 2020 ging der Stern der Französin auf, im Rahmen der beiden einzigen Weltcuprennen der Saison fuhr sie damals völlig unerwartet in die Weltspitze und sicherte sich direkt ihren ersten Weltcupsieg in einem Cross-Country-Rennen beim ersten Einsatz in der Eliteklasse. Wenig später ließ Lecomte den U23-Weltmeistertitel folgen und fährt in dieser Saison in einer eigenen Liga. Keine Kontrahentin kam ihr bisher in einem der vier Weltcuprennen ernsthaft nahe, sodass alles andere als der Gewinn einer Medaille bei der Französin eine Überraschung wäre.

Wer olympisches Gold bei den Frauen will, muss zunächst an ihr vorbei
# Wer olympisches Gold bei den Frauen will, muss zunächst an ihr vorbei - Loana Lecomte ist die dominante Fahrerin im Weltcupzirkus dieses Jahr und damit direkt bei ihren ersten olympischen Spielen klare Favoritin

Ihre wohl ärgste Rivalin im Kampf um die olympische Krone kommt aus dem eigenen Land: Pauline Ferrand-Prévot ist die Weltmeisterin der vergangenen beiden Jahre in der Cross-Country-Disziplin und dürfte auch in Tokio wieder ganz vorne mitmischen. Immer wieder betonte sie in Interviews, ihren Formaufbau bewusst auf die Olympischen Spiele gerichtet zu haben und konnte beim vergangenen Weltcuprennen in Les Gets andeuten, dass sie eventuell in der Lage ist, mit Lecomte mithalten zu können. Zwei Siege in der Short Track-Disziplin und vier Top 5-Resultate in den Cross-Country-Rennen stehen für die Französin in dieser Saison zu Buche.

Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land
# Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land - Pauline Ferrand-Prévot ist die amtierende Weltmeisterin und wird alles daran setzen, Olympisches Edelmetall mit nach Hause zu nehmen. Bisher hat die Französin so ziemlich alle wichtigen Wettkämpfe in verschiedensten Radsportdisziplinen gewonnen, einzig eine Olympiamedaille fehlt noch

Neben Ferrand-Prévot war es beim vergangenen Weltcuprennen in Les Gets vor allem die Schwedin Jenny Rissveds, die aufhorchen lassen und sich mit einem zweiten Rang in die Lauerstellung für den Gewinn einer Medaille in Tokio fahren konnte. Rissveds reist zudem völlig ohne Druck nach Tokio: 2016 sicherte sie sich etwas überraschend die Goldmedaille bei den letzten Olympischen Spielen in Rio und muss daher niemandem mehr etwas beweisen. Nachdem die Schwedin nach ihrem Erfolg lange Zeit mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, scheint sie nun völlig befreit und ohne Zwänge im Rennzirkus unterwegs zu sein. Ein Vorteil, der sie zu olympischen Edelmetall führt?

Weitere Kandidatinnen auf den Gewinn einer Medaille, gegebenenfalls sogar in der Farbe Gold, gibt es viele: Die Australierin Rebecca McConnell ist aktuelle Gesamtweltcupfünfte und kletterte in dieser Saison bereits zwei Mal aufs erweiterte Podest. Kate Courtney, Weltmeisterin aus dem Jahr 2018 und Gesamtweltcupsiegerin des Jahres 2019, hat sich ähnlich wie Pauline Ferrand-Prévot explizit auf die Olympischen Spiele vorbereitet und könnte nach einer bisher eher durchwachsenen Saison beim Jahreshöhepunkt überraschen – zumal die Kalifornierin angesichts der hohen Temperaturen in Izu keine Probleme haben sollte. Die Britin Evie Richards landete beim vergangenen Weltcup im französischen Les Gets erstmals unter den Top 3 eines Cross-Country-Weltcup-Rennens und scheint angesichts ihres sehr kraftvollen Fahrstils für die vielen Antritte in Izu bestens gewappnet zu sein. Und dann gibt es noch ein Dreigestirn der Mountainbike-Nation Schweiz: Sina Frei, Jolanda Neff und Linda Indergand sind ohne Zweifel nicht aus der Weltspitze wegzudenken und somit ebenfalls Kandidatinnen auf den Gewinn olympischer Medaillen.

2016 war das Jahr der Jenny Rissveds
# 2016 war das Jahr der Jenny Rissveds - Erst sicherte sie sich den Weltmeistertitel in der U23-Klasse (im Bild), wenig später folgte der Triumphzug bei Olympia. Nach psychischen Problemen in der Zwischenzeit ist die Schwedin zurück in der Weltspitze und fährt in Tokio sicherlich um die Medaillen
Die Australierin Rebecca McConnell gehört auch zu den Medaillenkandidatinnen
# Die Australierin Rebecca McConnell gehört auch zu den Medaillenkandidatinnen - Im Gesamtweltcup rangiert sie auf dem fünften Rang und zeigte zuletzt ansteigende Form
Zwei Größen des Sports in einem Bild vereint, die beide ebenfalls eine Medaille gewinnen könnten
# Zwei Größen des Sports in einem Bild vereint, die beide ebenfalls eine Medaille gewinnen könnten - Jolanda Neff (vorne) und Kate Courtney (hinten) lieferte sich in der Vergangenheit packende Duelle in der Weltcupserie. In dieser Saison waren beide noch nicht zu sehr im Rampenlicht, werden aber sicherlich in Top-Form in Tokio am Start stehen

Für die beiden deutschen Fahrerinnen Ronja Eibl und Elisabeth Brandau dürfte es indes schwerer werden, um Edelmetall kämpfen zu können: Das Nachwuchstalent Eibl belegt zwar etwas überraschend beim olympischen Testevent 2019 in Izu den fünften Rang und schien damit durchaus im Kreis der erweiterten Medaillenkandidaten zu sein, doch eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen im vergangenen Jahr warf die junge Deutsche zurück. Mit Übertraining kam Eibl aus der mehrmonatigen Corona-Pause im vergangenen Jahr und konnte so in den ersten Wettkämpfen nicht an ihre gewohnte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Nach dem folgenden Abbruch der Rennsaison 2020 kämpft sich Eibl aktuell Schritt für Schritt an die Weltspitze heran und scheint pünktlich zu den Olympischen Spielen in Bestform zu sein: Mit einem neunten Rang im Cross-Country-Rennen des Weltcups in Les Gets vor wenigen Wochen untermauerte Eibl ihr außergewöhnliches Talent und könnte in Izu erneut im besten Fall in die Top Ten vordringen. Als persönliches Ziel hat sich die Schwäbin einen Platz unter den besten 15 vorgenommen.

Im Gegensatz zu Ronja Eibl verlief die aktuelle Rennsaison bei Elisabeth Brandau nicht so zielstrebig in die richtige Richtung: Die 35-jährige, zweifache Mutter war in den vergangenen Jahren fester Bestandteil der Weltspitze und kletterte immer wieder aufs Podium im Weltcup. In dieser Saison findet die Schönaicherin jedoch noch nicht in die Spur und liegt lediglich auf dem 38. Rang in der Weltcupgesamtwertung. Wie auch für Eibl sind die Olympischen Spiele in Tokio die ersten für sie, gegenüber acrossthecountry.net bescheinigte ihr der Bundestrainer Peter Schaupp eine aufsteigende Form: Wir sind gespannt, wozu Brandau am kommenden Dienstag in der Lage sein wird.

Die deutsche Hoffnung für die Zukunft?
# Die deutsche Hoffnung für die Zukunft? - Ronja Eibl, Gesamtweltcupsiegerin der U23-Klasse 2019, möchte Erfahrungen sammeln für zukünftige olympische Spiele. Ein Top-Ten-Ergebnis wäre bereits im Bereich des Möglichen
Elisabeth Brandau fährt zu ihren ersten Olympischen Spielen
# Elisabeth Brandau fährt zu ihren ersten Olympischen Spielen - 2021 läuft es jedoch noch nicht sehr rund für die Deutsche, eine Prognose für das Rennen in Tokio fällt dementsprechend schwer

Herren

Wohl kaum war der Spannungsbogen vor einem Wettkampf in der olympischen Mountainbikedisziplin derart groß wie vor dem Rennen der Männerkonkurrenz in Tokio. Mehrere Top-Athleten, darunter Allround-Talente, die in verschiedenen Radsportdisziplinen für Furore sorgen und ebenso welche, die als Spezialisten in der Mountainbike-Szene sich einen hohen Stellenwert erarbeitet haben, kämpfen um die Krone des Olympiasiegers.

Tom Pidcock und Mathieu van der Poel vs. den Rest der Welt: So oder so ähnlich scheint für viele Beobachter verschiedener Radsportdisziplinen die Ausgangslage vor den Mountainbike-Wettkämpfen zu sein. Mathieu van der Poel, amtierender Weltmeister in der Cyclocross-Disziplin und Superstar im Straßenradsport mit dem erst kürzlich getragenen gelben Trikot bei der Tour de France, hat schon vor einigen Jahren olympisches Gold auf dem Mountainbike als Zielsetzung vorgegeben. In einem lange ausgearbeiteten Projekt startete van der Poel 2018 im Mountainbike-Weltcup erstmalig durch und etablierte sich Stück für Stück in der Welt des Cross-Country-Sports. In der Short Track-Disziplin mit sieben Siegen bei seinen letzten sieben Starts scheinbar unbezwingbar, hat van der Poel in der Cross-Country-Disziplin häufig noch das Nachsehen und konnte bisher „nur“ drei Weltcuprennen für sich entscheiden.

Zwei "Radsport-Giganten", die den MTB-Spezialisten das Leben schwer machen
# Zwei "Radsport-Giganten", die den MTB-Spezialisten das Leben schwer machen - Tom Pidcock siegte beim Weltcup in Nove Mesto in diesem Jahr und ist dementsprechend heißer Anwärter auf die Goldmedaille in Tokio
Dieses Ziel hat auch Mathieu van der Poel, der seit Jahren auf die olympischen Spiele in Tokio hinarbeitet
# Dieses Ziel hat auch Mathieu van der Poel, der seit Jahren auf die olympischen Spiele in Tokio hinarbeitet - Erst kürzlich fuhr van der Poel sieben Tage im gelben Trikot der Tour der France und zeigte einmal mehr, welche Ausnahmefigur er im Radsport ist

So musste sich van der Poel bei seinem letzten Auftritt im Mountainbike-Weltcup, dem Rennen im tschechischen Nove Mesto in diesem Jahr, dem Briten Tom Pidcock geschlagen geben. Ähnlich wie van der Poel schlägt Pidcock Brücken zu den verschiedensten Disziplinen und ist sowohl auf der Straße als auch im Cyclocross äußerst erfolgreich. Pidcock ist erst 21 Jahre alt und hat bereits jetzt ein Palmarès vorzuweisen, dass gestandenen Profis gleicht. Erst zu Beginn des Jahres entschied sich der Brite, den Versuch zu wagen, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Mit zwei äußerst beeindruckenden Vorstellungen fuhr Pidcock bei den beiden ersten Weltcuprennen ins Rampenlicht und sicherte sich direkt beim zweiten Rennen in Nove Mesto den Sieg. Mit seinem geringen Gewicht und der hohen Antrittstärke scheint er fast sogar noch besser für die Strecke in Izu geeignet zu sein als beispielsweise van der Poel. Die Generalprobe für die Olympischen Spiele beim vergangenen Weltcuprennen in Les Gets ging bei Pidcock mit Stürzen sowohl im Short Track-Rennen als auch im Cross-Country-Wettkampf vollständig in die Hose, ideale Voraussetzungen also für das Rennen in Izu?

Gegen die Dominanz der Radsport-„Supertalente“ Pidock und van der Poel stemmt sich eine Schar an Mountainbike-Spezialisten, die alles daran setzen werden, dass das Mountainbike-Saisonhighlight auch zu einem solchen werden wird. Allen voran der Gesamtweltcupführende Mathias Flückiger, der neben Pidcock und van der Poel als größter Favorit auf die Goldmedaille gilt. Jahrelang fester Bestandteil der Weltspitze, blieb Flückiger lange Zeit im Schatten des Schweizer Top-Stars Nino Schurter und scheint nun pünktlich zum verschobenen Olympia-Jahr vollständig aus der Deckung zu auch der heißeste Anwärter auf Edelmetall im Lager der MTB-Spezialisten.

Der Favorit unter den MTB-Spezialisten
# Der Favorit unter den MTB-Spezialisten - Mathias Flückiger siegte bei den beiden vergangenen Weltcuprennen doppelt im Short Track und im Cross-Country-Rennen und ist damit in der Pole Position für das Rennen in Tokio

Das Nachsehen in Les Gets und Leogang hatte jeweils der Tscheche Ondřej Cink: Mit zwei zweiten Plätzen und zwei vierten Plätzen in diesem Jahr dürfte Cink auch in Tokio zu den Medaillenanwärtern zählen. Genauso wie die beiden französischen Starter Jordan Sarrou und Victor Koretzky: Sarrou ist amtierender Weltmeister in der Cross-Country-Disziplin und in diesem Jahr besonders konstant in der Weltspitze vertreten. Zweimal landete er unter den besten fünf eines Cross-Country-Weltcuprennens in diesem Jahr und liegt in der Gesamtweltcupwertung auf dem dritten Rang hinter Flückiger und Cink. Hinter Sarrou folgt in der Weltcupwertung unmittelbar Victor Koretzky, der das Weltcup-Auftaktrennen im schwäbischen Albstadt für sich entscheiden konnte. Insbesondere ihm sollten die vielen kurzen Antritte auf der Olympiastrecke als sprintstarker Fahrer entgegenkommen.

In Albstadt konnte Koretzky Top-Star Nino Schurter auf den letzten Metern noch vom Gewinn des 33. Weltcuprennens in seiner Karriere abhalten. In einem packenden Sprint-Finish rang Koretzky Schurter nieder, der damit einen weiteren Rekord in seiner langjährigen Karriere vorerst verpasste. Allein acht Weltmeistertitel und sieben Siege in der Gesamtwertung der Weltcupserie hat der Eidgenosse zu Buche stehen, zudem ist Schurter der amtierende Titelverteidiger bei den Olympischen Spielen. Nachdem er 2008 in Peking als junger Fahrer etwas überraschend die Bronzemedaille gewann und vier Jahre später in London nur hauchdünn von Jaroslav Kulhavy bezwungen wurde, erlöste er sich und die Mountainbikenation Schweiz in Rio 2016 mit dem lange ersehnten Gewinn der Goldmedaille. In überragender Manier zog Schurter an der Spitze davon und untermauerte damals seine Vormachtstellung in der Mountainbikeszene: Die Konkurrenz schläft jedoch nicht und so gilt Schurter in diesem Jahr nicht mehr zwangsläufig als größter Favorit auf den Sieg in Tokio. Bisher hat Schurter noch keinen Sieg in dieser Saison eingefahren, klappt es dann direkt beim Saisonhöhepunkt?

Auf dem Weg zum zweiten Olympia-Gold?
# Auf dem Weg zum zweiten Olympia-Gold? - Nino Schurter siegte 2016 in Rio de Janeiro bei den olympischen Spielen und greift nun wieder nach Edelmetall. In dieser Saison konnte er bisher noch keinen Sieg einfahren, das möchte er nun ändern
Ondřej Cink ist aktueller Gesamtweltcupzweiter
# Ondřej Cink ist aktueller Gesamtweltcupzweiter - In den letzten Rennen biss sich der Tscheche immer die Zähne an Mathias Flückiger aus, eine Medaille könnte er in Tokio sicherlich gewinnen
Mit dem Selbstvertrauen des Weltmeistertitels im Rücken zu Edelmetall?
# Mit dem Selbstvertrauen des Weltmeistertitels im Rücken zu Edelmetall? - Jordan Sarrou gewann im vergangenen Jahr etwas überraschend den WM-Titel im österreichischen Leogang und ist in dieser Saison ziemlich konstant in der Weltspitze unterwegs

Medaillenhoffnungen aus deutscher Sicht? Wohl eher nicht. Sowohl „Olympia-Newcomer“ Max Brandl als auch „Altmeister“ Manuel Fumic können sicherlich um einen Platz unter den besten zehn Fahrern kämpfen, der Gewinn einer Medaille scheint jedoch außer Reichweite zu sein. Beide Fahrer haben in der Vergangenheit bewiesen, pünktlich zu Großereignissen in Bestform zu sein, dementsprechend sind die Resultate der vergangenen Weltcuprennen dieser Saison nur bedingt aussagekräftig.

Brandl konnte bisher insbesondere in der Short Track-Disziplin mit einem fünften und sechsten Rang im tschechischen Nove Mesto und im französischen Les Gets auf sich aufmerksam machen, in der Cross-Country-Disziplin lief bisher jedoch noch nicht allzu viel zusammen. Nichtsdestotrotz kommen Brandl seine taktischen Fähigkeiten im Zusammenhang mit der großen Hitze in Tokio zu gute und die vielen steilen Anstiege und technisch herausfordernden Passagen dürften dem Fahrer des Lexware Mountainbike Teams ebenfalls auf den Leib geschneidert sein.

Manuel Fumic rangiert in der Weltcup-Gesamtwertung auf dem 30. Rang und konnte in dieser Saison ebenfalls noch mit keinem Resultat in der Cross-Country-Disziplin besonders hervorstechen. Jedoch sicherte sich der Kirchheimer vor etwas mehr als einem Monat den sechsten nationalen Meistertitel in beeindruckender Art und Weise und bewies damit einmal mehr seine Stärke bei wichtigen Rennen. Für Fumic ist das Rennen in Tokio bereits die fünfte Teilnahme an Olympischen Spielen, dies hat bisher nur der Spanier José Hermida in der Reihe der männlichen Mountainbiker geschafft. Die Olympischen Spiele in Tokio werden für Fumic die letzten sein, wir drücken die Daumen für einen gelungenen Karriereabschluss!

Die zwei deutschen Eisen im Feuer hoffen auf ein Top-Ten-Ergebnis
# Die zwei deutschen Eisen im Feuer hoffen auf ein Top-Ten-Ergebnis - Max Brandl startet wie Ronja Eibl und Elisabeth Brandau bei seinen ersten olympischen Spielen und erhofft sich dementsprechend viele Erfahrungen für die Zukunft sammeln zu können
Reiht sich ein in die Riege der fünfmaligen Olympiateilnehmer
# Reiht sich ein in die Riege der fünfmaligen Olympiateilnehmer - Manuel Fumic gesellt sich damit zu Sabine Spitz, José Hermida und Co.

Wer schnappt sich die Medaillen in Tokio?


Alle Artikel zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio:

  1. benutzerbild

    lupus_bhg

    dabei seit 04/2005

    Sind das die Zeiten vor Ort oder für Dtld?
    (unter anderem) Deutschland
  2. benutzerbild

    Daniel_R_aus_S

    dabei seit 02/2018

    Beide Rennen werden auf verschiedenen Kanälen im Livestream kostenfrei übertragen, .... Eine detaillierte Auflistung über die verschiedenen TV-Übertragungen und Livestreams findet ihr unmittelbar vor den Rennen hier bei MTB-News.de.
    Weiß jemand wo man morgen bzw übermorgen Abend am besten nach einem replay sucht, ohne das Ergebnis gespoilert zu bekommen? Ich denke mal bei Red Bull wird das nicht übertragen. ZDF Mediathek?
  3. benutzerbild

    2nd_astronaut

    dabei seit 06/2007

    Da gibt's eher Kandidaten, die man mal ganz aussortieren sollte... Alles mit Tierquälerei (Reiten) und Schießen (in meinen Augen kein Sport) zum Beispiel. Skateboarden ist doch nett.
    Beim Sportschießen stimme ich zu, das finde ich auch eher seltsam. Reiten kenne ich mich zu wenig aus.
    Skateboarden mag nett sein, aber ich fand früher die Skater in meinem Schuljahrgang komisch :-D
  4. benutzerbild

    beutelfuchs

    dabei seit 06/2012

    Weiß jemand wo man morgen bzw übermorgen Abend am besten nach einem replay sucht, ohne das Ergebnis gespoilert zu bekommen? Ich denke mal bei Red Bull wird das nicht übertragen. ZDF Mediathek?
    Der Frage schliesse ich mich an. Bei Sportschau.de gibts zwar die Liveuebertragung, aber danach nur einen Zusammenschnitt. Strasse Damen war da zB auf 3min komprimiert (Herren bekamen immerhin 26)
  5. benutzerbild

    toastet

    dabei seit 06/2012

    Schade das Downhill nicht Olympisch ist .
    Da wird wohl eher Slopestyle olympisch, bevor es Downhill wird.

    Ja, diese Disziplin mit ihren klaren Wertungskriterien halte ich auch irgendwie für "olympischer" als z.B. Skateboarden (Demowettbewerb dieses Mal).
    Eh nein, das ist keine Demo sondern fix verankert für die Zukunft. Die Demo als Wettbewerb war vor 7 oder 8 Jahren bzw. gar schon als echte Demo des Sports mit Mix aus Street und Halfpipe in Atlanta 1996.

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