Video: Prime Thunderflash
Prime Thunderflash: Infos und Details
Traditionell sind Carbon-Räder bei den Craft Bike Days in der Unterzahl. Stattdessen setzen viele Hersteller auf Aluminium, Stahl oder Titan, auf neuartige Fertigungsverfahren und auch auf außergewöhnliche Hinterbau-Konzepte. Das Prime Thunderflash tanzt in diesen Hinsichten etwas aus der Reihe – was das Rad der polnischen Firma aber keineswegs langweilig macht. Im Gegenteil: Das edle Enduro-Bike sieht aus wie aus einem Carbon-Guss und will mit zahlreichen durchdachten Details begeistern.
Auf Anhieb fällt die sehr gelungene Formsprache auf: Das Thunderflash sieht genauso wie der große Downhill-Bruder Prime Rocket extrem schick aus. Dass es sich bei den beiden Bikes um die ersten Modelle in der jungen Firmengeschichte handelt, ist umso bemerkenswerter. 2020 wurde Prime von Peter Siulczynski, der schon im World Cup als Team-Manager aktiv war, gegründet. Um das ambitionierte Projekt zu realisieren, hat er unter anderem das spanische Design-Studio Cero von Cesar Rojo mit an Board geholt. Und dessen Handschrift sieht man definitiv!
Kommen wir zu den harten Fakten: Das Prime Thunderflash bietet 165 mm Federweg am Heck und 170 mm an der Front. Der Einsatzbereich ist klar: Enduro soll das Rad perfekt beherrschen, gerne auch im Renneinsatz. Am Heck setzt Prime auf ein Dual Link-Design mit zwei im Uhrzeigersinn rotierenden Wippen, die einen virtuellen Drehpunkt erzeugen. Dank ausreichend hoher Progression soll das Thunderflash bestens mit Luft- und Coil-Dämpfern harmonieren, was man auch an den Ausstattungen sieht: Drei Thunderflash-Modelle sind mit einem Stahlfeder-Dämpfer ausgestattet.
Stichwort Ausstattungen: Prime bietet derzeit fünf verschiedene Komplettvarianten an, deren Preise zwischen 6.499 € und 10.499 € liegen. Für Fans von Individual-Aufbauten gibt es außerdem ein Rahmenset für 3.499 € exklusive Dämpfer. Alle Komplettbikes sind mit Fahrwerken von Öhlins, SRAM-Antrieben und -Bremsen sowie Industry Nine-Laufrädern und Renthal-Cockpits ausgestattet. Einzig die Top-Variante mit Enve-Laufrädern ist hier eine Ausnahme.
Während man bei der Ausstattung verschiedene Optionen hat, ist die Geometrie fix – Verstell-Möglichkeiten oder einen Flip Chip sucht man am durchdesignten Rahmen vergeblich. Stattdessen ist das Prime Thunderflash voll und ganz auf möglichst hohe Geschwindigkeiten bergab optimiert. Dafür sprechen der 64° flache Lenkwinkel und das 445 mm lange Heck, das viel Laufruhe verspricht. Die Reach-Werte der drei Rahmengrößen M, L und XL liegen zwischen 460 und 505 mm, während der 77° steile Sitzwinkel eine zentrale Position im Uphill ermöglichen soll.
Was die weiteren Rahmen-Details angeht, scheint Prime seine Hausaufgaben sorgfältig erledigt zu haben. So dienen die integrierten Gabel-Bumper im Bereich des Steuerrohrs gleichzeitig als Eingang für die Leitungen, die im Inneren des Rahmens komplett und klapperfrei geführt werden. Generell ist der Rahmen am Heck und im Bereich des Unterrohrs großzügig geschützt. Details wie das geschraubte Tretlager oder doppelreihige Lager auf der Antriebsseite dürften Hobby-Mechaniker sehr glücklich machen. Abgerundet wird das Gesamtpaket von einer lebenslangen Garantie, die Prime auf den Rahmen bietet.
Über Prime
Prime wurde vor gut drei Jahren von Peter Siulczynski gegründet, der zuvor bereits in der Mountainbike-Branche tätig war – unter anderem als Manager eines erfolgreichen World Cup-Teams. Die beiden Carbon-Modelle Thunderflash und Rocket wurden unter anderem in Zusammenarbeit mit Cero Designs aus Barcelona entwickelt und sollen mit einer perfekten Balance von Kinematik und Geometrie überzeugen. Gefertigt werden die Rahmen bei einem der laut Prime besten Carbon-Produzenten, die es gibt – dazu legt Prime viel Wert auf Ausstattungen mit möglichst hochwertigen Komponenten. Mehr Informationen zu Prime findet ihr in unserem Interview mit Prime-Gründer Peter Siulczynski!
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72 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumIch persönlich finde Prime für das Gebotene deutlich zu teuer, aber das liegt ja bei jedem selbst, das zu entscheiden. Die Argumente dazu sind ja ausgetauscht.
Beitrag xMartinx:
Nüchtern betrachtet finde ich 850 Euro Differenz schon ziemlich derb. Und im Gegensatz zu yetinund Spezi deutlich exklusiver, die genannten einfach nur überteuert.
Gerade für kleine Marken ist die Produktion einfach deutlich teuer.
Bei N oder kavenz der fehlende Händler sogar ein Pluspunkt
Mein Beitrag dazu:
Das 850€ keine kleine Summe ist, sehe ich genauso. Dafür bekomme ich z. B. eine schöne Lyrik Ultimate oder einen schönen Laufradl-Satz inklusive Zahnkranz.
Allerdings glaube ich nicht, dass jemand, der bereit ist, eine Summe von größer 4000€ für einen Rahmen mit Dämpfer auszugeben, einen Prime - Rahmen bestellen wird, um 850€ zu sparen. Für einen einigermaßen sinnvoll ausgestatteten Custom-Aufbau bewegen wir uns bei allen genannten High-End-Geräten in Richtung 7.000€ bis 8.000€ (mindestens). Wer soviel Geld investieren möchte und kann, wird sich von der Differenz nicht allzu sehr abschrecken lassen. Beim Yeti kauft man für die noch höhere Summe (5K€) außerdem den Infinity Link mit ein, der ja als zusätzliches Highlight beworben werden kann und natürlich auch bezahlt werden muss. Ein weiterer Punkt ist für mich der Wiederverkaufswert. Mein Nomad V4 war letztes Jahr quasi am gleichen Tag nach Einstellung ins Netz weg. Santa Cruz ist für viele (evtl. auch außerhalb unserer schönen heilen Forumswelt und übrigens auch für mich nach wie vor) eine begehrenswerte Marke. Das muss sich Prime erst noch erarbeiten. Für wieviel Geld man so ein Teil gebraucht weiter verkaufen kann, wird sich erst noch zeigen. Jemand, der sich nicht ganz so gut auskennt, wird vermutlich einen etablierten Namen den Vorzug geben. Denn wer kennt denn außerhalb der Foren bist jetzt schon Prime
Wie dem auch sei. Prime wird schon wissen, was sie machen. Evtl. ist die Nachfrage so gut, dass sie sich die Preissteigerung leisten können (letztes Jahr gab es noch ein Komplettbike für 5K€). Und wenn dem nicht so sein sollte, regelt das der Markt und es fliegen bald reduzierte Angebote ins Netz.
Wie auch immer. Unsere Texte sind keine leeren Slogans, sondern ein Versprechen, das wir unseren Kunden geben. Also ja, wir versprechen und wir liefern. Leider sind bis jetzt nicht allzu viele Tests online zu finden. Aber es reicht, hier im Forum jemanden zu fragen, der das Rad schon gefahren ist, was er davon hält... Einige haben sich schon geäußert.
Und ja, Propain verkauft seine Räder auch online. Sowie Unno....
Dacht von der Optik her erst es wär n Cube..
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